Komma: ja oder nein?

Schreibwai...eisen: Texte in U-Haft. Wie schreibt man was und warum, Hilfe bei Formulierungsproblemen
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Simone

Beitrag Verfasst: 08.09.2017, 10:49

Hallo zusammen

"Er versteht es wie kein Zweiter, Brücken zwischen Genres und Generationen zu schlagen, und das widerspiegelt sich auch im neuen Programm."

Kann mir jemand sagen, ob das Komma vor dem "und" Pflicht ist oder nicht? Ich empfinde es in jedem Fall als hilfreich, um den Satz zu strukturieren.

Danke und beste Grüsse
Simone
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qwerty
Wortvollzugsbeamter
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Beitrag Verfasst: 08.09.2017, 12:29

Das Komma ist Pflicht.
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viele Grüße,
Qwerty

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Beitrag Verfasst: 11.09.2017, 15:12

Danke, Qwerty!! :)
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Vollprofi

Beitrag Verfasst: 28.12.2017, 03:30

"Er versteht es wie kein Zweiter, Brücken zwischen Genres und Generationen zu schlagen, und das widerspiegelt sich auch im neuen Programm."
Wie schon gesagt wurde, muss das Komma gesetzt werden, und zwar zur Kennzeichnung, dass die Infinitivgruppe beendet ist und sich daran ein zweiter Hauptsatz anschließt.

Allerdings ist wider- in diesem Fall (anders als bei Verben wie widerlegen oder widersprechen) ein trennbares Präfix, weshalb es auch getrennt werden muss:

Beispiel: Alles auswählen

"Er versteht es wie kein Zweiter, Brücken zwischen Genres und Generationen zu schlagen, und das spiegelt sich auch im neuen Programm wider."
Einen Hinweis auf derartige Verben liefert die Überlegung, wo der Hauptakzent liegt. Liegt er auf dem Präfix, so ist dieses auch trennbar. Einen weiteren Hinweis gibt uns die Form des Partizips II: Bei Verben mit untrennbarem Präfix entfällt das zusätzliche Präfix ge- (widerlegt, widersprochen ...); bei Verben mit trennbarem Präfix bleibt -ge- erhalten (widergespiegelt).

Beste Grüße
Vollprofi :silvester:
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